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Chronik

Die Zimmerei Sturm - wie alles begann

Zimmeremeister Friedrich Sturm auf einen Ausflug mit seinem damaligen Arbeitgeber Karl Döhler

Karl Döhler (3. von rechts)

Zimmermeister und Chef der da- maligen Zimmerei aus Rauda bis 1962

Die Zimmerei in Rauda, im heutigen thüringischen Saale-Holzland-Kreis, gab es bereits vor 1928, jedoch unter einem anderen Namen. Der damalige Firmeninhaber, Karl Döhler (Foto), hatte seine Firma vermutlich schon einige Jahre in Rauda, berichtet der spätere Firmeninhaber Friedrich Sturm. Denn dort, wo heute sein Wohnhaus steht, war damals die Zimmerei. Die Gründe, warum Karl Döhler 1928 mit seiner Zimmerei innerhalb seines Heimatortes Rauda damals umzog, sind nicht bekannt. Die Gesellen der Zimmerei Döhler waren damals in mehreren kleinen Gruppen in der Region unterwegs und führten die unterschiedlichsten Zimmererarbeiten aus. Sie bauten Dachstühle, Türen und Tore und reparierten alles was anfiel.

Zimmermeister Friedrich Sturm aus Rauda

Meisterbrief des Zimmermeisters Friedich Sturm

Der in Rauda geborene Friedrich Sturm begann 1946, nach seinem Schulabschluss, eine Lehre als Stellmacher in Thießen (bei Dessau). Nachdem er seine dreijährige Lehre erfolgreich beendet hatte, arbeitete er im Modellbau im SAG Stahlwerk Silbitz. Bei der großen Massenentlassung fast aller Betriebshandwerker im Mai 1950 war er auch dabei. Glücklicherweise gab es da die Zimmerei Karl Döhler in seinem Heimatort Rauda, die ihn gleich übernahm. Als Angestellter von Karl Döhler arbeitet er jedoch wieder im SAG Stahlwerk Silbitz. Ab 1955 wurde Friedrich Sturm erstmals auch auf Baustellen, die sich im ganzen Kreis verteilten, mit eingesetzt. Unter der Aufsicht des Zimmererpoliers Kurt Kaufmann erlernte er nun auch die typischen Arbeiten eines Zimmermanns. Dies ging ihm sehr gut von der Hand und machte richtig Spaß. Kurz darauf begann er freiwillige Lehrgänge auf der Abendschule zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung zu besuchen. Am 01. November 1957 war es dann soweit. Friedrich Sturm legte vor der Prüfungskommission in Erfurt seine Meisterprüfung ab. Keine 5 Jahre später, am 19. August 1962, verstarb plötzlich und unerwartet sein Arbeitgeber Karl Döhler. Der verstorbene Zimmermeister und Firmeninhaber hatte keine Kinder und somit keinen Nachfolger. Sollte das das Ende der Zimmerei in Rauda sein?

Firmenübernahme der Zimmerei aus Rauda

Die Zimmerei Sturm baute diese Holzbrücke über die weiße Elster

Holzbrücke Tauchlitz

Friedrich Sturm rechts

Nachdem der junge Zimmermeister Friedrich Sturm vom Tod seines Arbeitgebers erfuhr, stand eine seiner schwierigsten Entscheidungen bevor. Weitermachen oder nicht? Nach nur kurzer Bedenkzeit entschied sich Meister Sturm, den Zimmereibetrieb von der hinterbliebenen Ehefrau seines verstorbenen Arbeitgebers zu pachten. Am 01.September 1962 übernahm er die Zimmerei einschließlich der Gesellen. Von nun an begann ein neues Zeitalter der Zimmerei in Rauda. Auf Grund der politischen Situation in der damaligen DDR war es als selbstständiger Handwerksmeister oft nicht einfach, allen Kundenwünschen gerecht zu werden. Doch auch dies meisterte er bravourös und machte sich somit einen Namen im heutigen Saale-Holzland-Kreis. 1962 und 1965 sorgte der frische Unternehmer mit seinen zwei Söhnen, Steffen und Gerd, für einen tatkräftigen Nachwuchs für die Zimmerei. Bis die beiden Söhne ihren Vater unterstützen konnten, musste Zimmermeister Sturm mit seinen Gesellen noch zahlreiche Kunden der Region mit Dachstühlen, Treppen, Türen und befriedigen. Wie erwartet, stiegen die beiden Söhne 1979 und 1982 als Lehrlinge in der Zimmerei des Vaters ein und schlossen ihre Ausbildung mit Erfolg ab. Zwischenzeitlich ergab sich ein neues Problem - die gepachtete Werkstatt. Diese befand sich mitten im Ort mit einer Zufahrt durch die enge Kirchgasse, so dass die Holzlieferanten mit ihren immer größer werdenden Fahrzeugen nicht mehr bis zur Werkstatt fahren konnten. Außerdem bestand diese Werkstatt nur aus einem Bretterschuppen ohne Fundamente und faulte schon von unten her weg, so dass das Dach immer tiefer kam. Als aber feststand, dass es zwei Nachfolger gibt, entschied sich Zimmermeister Friedrich Sturm, eine neue Werkstatt zu bauen. So entstand ab 1982 auf dem, neben dem Wohnhaus des Meisters dazugekauftem Grundstück, eine neue große Halle für die Zimmerei. Diese wurde fast komplett in Eigenleistung nach Feierabend gebaut, denn der Zimmereibetrieb musste ja auch weitergehen. Nun war auch reichlich Platz um die Produktion zum Beispiel für Dachstühle und Dachbinder zu erhöhen. Von 1991 an besuchten die beiden Söhne, Steffen und Gerd, nach Feierabend die Meisterschule in Schleiz. Nach 2 Jahren Schulbank drücken, stand dann die Meisterprüfung bevor. Aber auch diese Herausforderung wurde gemeistert und sie erhielten ihre Meisterbriefe.

Die Zimmerei Sturm und der Generationswechsel

Zeitungsartikel von dem Generationswechsel in der Zimmerei Sturm

Generationswechsel bei Sturms

Auch die Presse berichtete über den Generations- wechsel in der Zimmerei Sturm in Rauda

Am 01.Juli 1999 erfolgte der Generationswechsel in der Zimmerei Sturm. Zimmermeister Friedrich Sturm übergab sein Lebenswerk seinen beiden Söhnen Gerd und Steffen und ging kurze Zeit später in seinen wohlverdienten Ruhestand. Den beiden Söhnen, die praktisch von Geburt an in die Firma reingewachsen sind, fiel es nicht schwer, das Werk des Vaters fortzusetzen. Bei dem Generationswechsel wurde das Einzelunternehmen zu einer GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) umgewandelt. Nun waren die beiden Brüder zu gleichen Teilen Geschäftsführer der Zimmerei Gerd u. Steffen Sturm in Rauda. Um alle Kundenwünsche zeitnah umsetzen zu können, mussten schnell 4 neue Zimmerer her. Die Auftraggeber, wie private Bauherren, Architekten, Vereine, Stadtverwaltungen oder andere Bauunternehmen aus der Region Saale-Holzland-Kreis in Ostthüringen, hauptsächlich zwischen Jena und Gera, beauftragten die Zimmerei Sturm mit den unterschiedlichsten Arbeiten. Mit etwas Stolz können die Stürmer auf zahlreiche Referenzen aus einigen Jahrzehnten zurückblicken. Aber auch auf das, was die Zukunft bringt, sind sie jetzt schon gespannt und freuen sich auf jede neue Herausforderung und viele zufriedene Kunden.

Firmenjubiläum der Zimmerei Sturm

Am 01.09.2012 feierte die Zimmerei Sturm ihr 50-jähriges Firmenjubiläum

Die Zimmerei Gerd u. Steffen Sturm GbR - Ihr kompeteter Fachmann für Dachstühle, Fachwerk, Carports, Balkone, Vordächer, Terrassenüberdachungen, Treppen, Türen, Tore und vieles mehr ... aus dem Saale-Holzland Kreis